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Botanikaktivitäten

Gehölze im Winter - Exkursion am 23.01.2010 im Fredenbaum

<Text: Guido Bennen, Fotos: Bärbel Klein>

Die Sonne zeigte sich nur zaghaft zwischen den Wolken, als sich am Samstag um 10.00 Uhr über 20 Unverdrossene trotz der Kälte zu einer Gehölzexkursion im Fredenbaum trafen.

- Was sind eigentlich Gehölze?

- Warum haben einige Baumarten im Winter Laub, andere dagegen nicht?

- Woran erkenne ich Bäume und Sträucher im Winter?

Das waren einige der Fragestellungen, die uns in  den nächsten zwei Stunden beschäftigen sollten. Da nicht alle Bäume das Laub abwerfen, war es naheliegend, erst mal nach noch vorhandenen Blättern an den Bäumen zu suchen.

Abgesehen von den Immergrünen wie Eibe oder Efeu sind es Eiche, Buche und Hainbuche, die meist noch vertrocknetes Laub  bis in das Frühjahr halten. Erkennt man deren Unterschiede, kann man schon mal  drei Arten recht genau einordnen.

Merkmale wie Rinde bzw. Borkenstruktur und –farbe ließen sich an den Baumarten Stieleiche, Bergahorn, Rotbuche und Rosskastanie im Eingangsbereich an der Schützenstraße gut erläutern. Auf dem Wege zum Platanenplatz wurde erklärt, dass die Hain- oder Weißbuche eigentlich keine Buche ist, sondern zu den Birkengewächsen zählt. Die Namen kommen von der Färbung des Holzes.

Anhand der Knospenstellung und Rindenfärbung  wurden weitere Zweige bestimmt. So ist der Rote Hartriegel leicht an den sonnenseits rot gefärbten Zweigen zu erkennen.  Der Bergahorn hat grüne, die Esche samtschwarze Knospen. Korkleisten bilde Gehölze wie Feldahorn und Pfaffenhütchen aus.

Am Platanenplatz wurde auch die Frage zur ökologischen Bewertung von Bäumen wie z. B. der Platane gestellt und erörtert. Dass manche Bäume auch Gesichter haben, konnten wir am Bootsteich feststellen....

Nachdem an der Pappelalle, mittels Bestimmungsliteratur auch die Bastardisierung der Pappelarten angesprochen wurde, hatten die Teilnehmer Gelegenheit entlang des Weges anhand verschiedener Gehölze ihr neu erworbenes Wissen anzuwenden bzw. zu vertiefen.

Als spezielle Bestimmungshilfe wurde am Beispiel von Holunderholz  und Walnusslaub auf die Bedeutung des Geruches bei der Bestimmung eingegangen. 

Die Unterscheidung von Stacheln und Dornen bei Schlehen, Weißdorn und Heckenrose rundeten den Gehölzspaziergang ab.

Mit kalten Füßen, aber auch mit ein wenig mehr Wissen im Kopf erreichte die Gruppe   um 12.00 Uhr wieder den Parkplatz an der Schützenstraße. Ich habe mich über das Interesse und die rege Teilnahme sehr gefreut.

Nach den positiven Rückmeldungen der Teilnehmer sollen weitere Gehölzexkursionen statt finden. Termine werden auf der Internetseite des NABU Dortmund bekannt gegeben.