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Libellen

Große Königslibelle (Anax imperator)

< Text : Guido Bennen >

Vorkommen:

Die Große  Königslibelle ist eine unserer größten und häufigsten Libellen.  

Sie fliegt von Mai bis September an pflanzenreichen Klein-gewässern, Tümpeln und Seen. Auch an Gartenteichen ist sie regelmäßig zu beobachten. 

Aussehen, Bestimmungsmerkmale:

Zu den Edellibellen gehörend ist sie sehr kräftig gebaut. Ihre Körperlänge beträgt etwa acht, die Flügelspanne bis elf  Zentimeter. Der Vorderleib ist bei beiden Geschlechtern einfarbig grün. Der Hinterleib des Männchens ist leuchtend hellblau mit einem  schwarzen Längsband, der des Weib-chens eher blaugrün mit einem mehr dunkelbraunen Längs-band.

Bei niedriger Temperatur verwandelt sich die leuchtende Färbung in ein stumpfes blaugrau. Verwechselungsmöglichkeit besteht bei dem Männchen  höchstens mit der kleineren Grünen Mosaikjungfer (Aeshna viridis). 

Diese wird nur sieben Zentimeter lang, die schwarze Zeich-nung auf dem Hinterleib des Männchens ist breiter und nicht so streifenförmig. Die Grüne Mosaikjungfer ist bei uns aber sehr selten und kommt nur an Gewässern mit Beständen der Krebsschere (Stratiotes aloides ) vor.  

Entwicklung, Lebenszyklus:

Stundenlang patrouillieren die Männchen über einem Gewässer und verjagen andere Männchen aus Ihrem Revier. Dabei kommt es oft zu atemberaubenden Flugmanövern. Kommt ein Weibchen zum Gewässer, versucht das Männchen sofort es zu ergreifen und sich mit ihr zu paaren. 

Die Paarung verläuft im Prinzip ab wie bei allen Libellen, sie beginnt am jeweiligen Gewässer, wird aber in großer Höhe z.B. in Baumkronen fortgesetzt. Selten sieht  man ein Paarungsrad am Gewässer.

Das Weibchen legt die Eier dann ohne Begleitung des Männchens in schwimmende Pflanzen 

Die Larven benötigen für ihre Entwicklung meist nur ein Jahr. 

Der Schlupf der Libelle ist der gefährlichste Moment in Ihrem Leben, denn sie ist mehrere Stunden völlig hilflos. Fällt die Libelle zurück ins Wasser, ertrinkt sie, denn sie hat ja von Kiemenatmung der Larve auf Luftatmung umgestellt. 

Sie kann bis zum völligen Aushärten der Flügel  nicht wegfliegen, ist also für Insektenfresser eine leichte Beute.

Foto: B.Wenske
Große Königslibelle
Foto: B.Wenske
Große Königslibelle Weibchen