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Lütgendortmund

Auf schmalen Pfaden durch das obere Ölbachtal

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe NABUs und Naturliebhaber,

wie schon vorab angekündigt, berichten wir weiter über Vogelbeobachtungen im Naturschutzgebiet Dortmunder Ölbachtal. Am Ende des Holterweg im Stadtteil Bövinghausen, nahe der Kleingartenanlage „Auf der Kuhle“, befindet sich ein langgestrecktes Wäldchen mit dem Quellgebiet des Ölbach. Hier im sogenannten Stenbocksiepen beginnt unsere Vogelbeobachtung im oberen Dortmunder Ölbachtal. Dort im Taleinschnitt, wo die Quelle entspringt, kommen nicht wenige Waldvogelarten um ihren Durst zu stillen. Neben Buchfinken und Meisen zeigen sich auch auffällig Buntspecht, Ringeltaube und Kleiber. Letzterer war bis dato die einzige Beobachtung im ganzen oberen Ölbachtal. Im Verlauf des weiterführenden engen Waldweges lauschen wir dem Gesang von Fitis, Zaunkönig und Mönchgrasmücke und beobachten diese. Nach ca. 250 Metern rechte Hand führt ein Durchgang am Weg zu einem Trampelpfad weiter entlang der Feldflur und einem trockenem Schilfrandgebiet. Ein abstreichender Mäusebussard und ein überfliegender Baumfalke aus dem angrenzenden oberen Bochumer Ölbachtal, wecken unsere Aufmerksamkeit und lösen blitzschnell die Kamera für weitere Belegfotos aus. Über weitere schmale Trampelpfade ist ein bei Insidern bekanntes Gebiet der Rohrammer bald erreicht. Nach einer guten Stunde zeigt sich hier zur Freude der Beobachter ein Jungvogel. Aufgrund des schönen Wetters im April hat vermutlich das Brutgeschen der Altvögel recht früh begonnen. Auch ein futtertragender Altvogel zeigte sich noch kurz. Durch eine enge Öffnung im total zugewachsenen unteren Bereich des sogenannten Gebietes „ Hinter dem Loh“ führt ein langer Feldweg weiter. Auf dem angrenzenden Feld suchen Rabenkrähen und ein Graureiher nach Freßbarem. An der Saumhecke beobachten wir Elster, Amsel, Feldsperling und Heckenbraunelle. Nachdem die Pferdekoppel mit dem Blick auf das angrenzende Castrop erreicht ist, freuen wir uns auf die Beobachtung einer singenden Dorngrasmücke, ebenfalls über zahlreiche Haussperlinge und einige futtersuchende Rauchschwalben aus dem nahen Gehöft. Weiter vorbei am Gehöft mit Pferdeboxen, wo wir nebenbei bemerkt, ein nettes und naturorientiertes Ehepaar als Besitzer kennengelernt haben, führt rechte Hand unser zum Nachmachen geeigneter Vogelbeobachtungstrip über den Holterweg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Als nächste Folge berichten wir über dem Biotopverbund mit dem Bochumer Ölbachtal. Bis dahin bleiben Sie liebe Freunde und „Anklicker“ auf unserer NABU – Dortmund Homepage gesund und naturverbunden. Mit besten Grüßen

Ihr Felix Ostermann

Text und Foto: Felix Ostermann