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Lütgendortmund

Vom Berghofer Holz in das obere Bochumer Ölbachtal

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe NABUs und Naturliebhaber,

Vogelfreunde wissen es längst: Das sogenannte obere Bochumer Ölbachtal ist ein hervorragendes Gebiet zur Beobachtung der dort vorkommenden Artenvielfalt. Schöne vorsommerliche Tage motivierten auch uns mal wieder mit entsprechender Ausrüstung ,die dortigen sich harmonisch ineinander einfügenden Lebensräume wie Wälder, Wiesen, sumpfige Schilfgebiete und die ausgedehnte Flurlandschaft bei Bochum-Gerthe aufzusuchen. Am Harpener Hellweg Lütgendortmund, nahe der Stadtgrenze zu Bochum erfolgte  zuerst der Einstieg in das Waldgebiet Berghofer Holz. Elegant verringerte hier  über der angrenzenden Feldflur, ein Mäusebussard aus dem Blauhimmel kommend seine Flughöhe und kontrollierte im  niedrigen Suchflug sein vermutliches Territorium. Im Wald  am Bachbett- dort wo der Ölbach weiter in Richtung Bochum Werne fließt- ist wie schon oft am frühen Morgen unsere erste Station zur Vogelbeobachtung. Hier  finden sich nicht selten mehrere heimische Waldvogelarten ein um ihren Durst zu stillen. Auffällig und fotogen auch ein länger anwesender Grünspecht. Nahe einem der Waldwege machte auf dem Horst  ein  junger hungriger Mäusebussard durch Lautäußerungen auf sich aufmerksam und ein  junger Buntspecht übte noch das Fliegen. Nach kurzer Zeit ist als Mittelpunkt ein großer Waldteich erreicht, welcher  zurzeit  teilweise mit Wasserpflanzen zugewachsen ist. Im Gewirr der üppigen Vegetation hier und da faszinierendes Vogelleben wie juvenile Teich – und Bläßrallen, betreut von den Elternvögeln. Als Highlight nach langer Zeit  mal wieder zu beobachten, ein Zwergtaucher mit vier seiner Jungvögel, auf Futtersuche in einem Areal zwischen verschiedenen Schwimmpflanzen und Schwertlilien. Im Verlauf des weiterführenden Weges aus dem Berghofer Holz, vorbei an bebuschten Feuchtflächen und bestellten Ackerflächen ,ist der Weg zur weiträumigen Feldflur mit angrenzenden kleinen Waldgebieten in Richtung Bochum- Gerthe bald erreicht. Hier lassen sich gefiederte Jäger wie Turm-und Baumfalke beobachten. Seit einiger Zeit auch ein einzelner Rotmilan. Ob er es bei der Sichtung auf noch junge flugunbeholfene und hudernde Feldsperlinge als Beute abgesehen hatte, sei dahingestellt. Kleine Wege und Trampelpfade führen uns in ein mit Buschwerk umsäumtes, weiträumiges Feucht -und Schilfgebiet. Aus den Büschen am Morgen ein vielstimmiges Vogelkonzert. Als Interpreten wurden Amsel, Singdrossel, Fitis, Zilp-Zalp, Mönchgrasmücke, Feldschwirl und Gimpel registriert. In nächster Nähe zu unserem Ansitz am Rande des feuchten und schilfbestandenen Gebietes, versuchte ein Sumpfrohrsänger an einem  schwankenden Schilfhalm, fast pausenlos mit einem vielfältigen Spottgesang sich mit einzubringen. Später hörten wir noch kurz einige Quieklaute der seltenen Wasserralle. Ihre Anwesenheit im Dortmund-Bochumer Ölbachtal unterstreicht  auch weiter den ökologischen Wert des Naturschutzgebietes.

Aufgrund steter Nachfragen und Rückmeldungen werden wir gern weiter für Sie liebe „Anklicker“ auf unserer NABU-Dortmund Homepage von sehenswerten Touren zum Nachmachen berichten. Unser  Dank gilt dabei den Übertragenden aller eingereichten Berichte und der jahrelang hervorragenden Gestaltung unserer NABU  Plattform, den Nabufreunden  Brigitte Handy und Raimund Barwe. Dieses muss auch mal lobeswert erwähnt sein! Bleiben Sie liebe naturbegeisterte Freunde weiterhin gesund und naturverbunden. Das wünscht Ihnen mit herzlichen Grüßen,

Ihr Felix Ostermann