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Auf Safari im Hausgarten

Auf Safari im Hausgarten

Liebe Leserin , lieber Leser , liebe NABUS und Naturliebhaber ,

was für ein schöner Frühling! Seit Tagen strahlt die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel und das Thermometer zeigt nicht selten schon frühsommerliche Temperaturen an. Der  Wald hat schon sein grünes Kleid angezogen. Wie schön wäre es jetzt  mit gleichgesinnten Freunden unterwegs in freier Natur zu beobachten und manch stimmungsvolle Szenerie fotografisch festzuhalten. Doch angesichts der bedrohenden Situation durch Covid -19, sind gemeinsamen Freizeitaktivitäten leider strenge Maßstäbe gesetzt. Als älterer Naturfreak bleibt man also weiterhin zu Hause und sucht Abwechslung im Hausgarten. Ein mit Phantasie  gestalteter naturnaher  Garten unterstreicht gerade jetzt die Erkenntnis, dass dieser nicht nur eine Bereicherung von Artenvielfalt, sondern  auch des eigenen Lebens mit sich bringt.  Ein Garten der voller Leben steckt hat viele Darsteller, welche die Gartennaturbühne aufsuchen. Gerade  in dieser schwierigen Zeit wird alles intensiver beobachtet und manchmal auch fotografisch dokumentiert. Fast täglich geht es also wieder auf Safari in den Hausgarten, denn es gibt viel Neues zu beobachten. Manchmal schon frühmorgens. Nicht selten wird man da Zeuge, wie auch äußerst scheue Tiere auf der kleinen  Naturbühne erscheinen, um die Umgebung zu erkunden oder Hunger und Durst zu stillen. Hier ist es der sonst nur nachtaktive stachelige Gartengeselle Igel, der seine Winterbehausung verlassen hat und dort das possierliche Eichhörnchen, welches nach versteckten Nüssen vom Vorjahr sucht. Selbst die scheue Waldmaus zeigt sich dann und wann. An der Zufütterung, dort wo artgerechtes Futter angeboten wird, ist in den letzten Tagen der Andrang von Kleinvögeln enorm gestiegen. Einige haben eine lange kräftezehrende Reise hinter sich und müssen für das anstehende Brutgeschäft erst wieder Energie speichern. Auch am und im Gartenteich ist Leben zu beobachten. Grasfrösche haben nochmals abgelaicht und erste Larven zeigen sich. Teich–und Bergmolche tummeln sich wie all die Jahre im Becken. Über uns am flugzeugfreien Blauhimmel, schrauben sich fast täglich spiralförmig einige Mäusebussarde in die luftige Höhe. Manchmal gelingt auch ein nicht alltäglich fotografischer Schnappschuss. Ein vermutlich noch ziehender fast weißer Artgenosse. Die ständig wachsende Blumen-und Blütenpracht ist nicht nur für den Betrachter eine Augenweide, sondern auch eine Nahrungsquelle für viele Insektenarten. Am Insektenhotel suchen die ersten Wildbienen die Brutröhren auf. Bis zum nächsten Bericht mit einem angehängten Bildermix  aus unserem Hausgarten folgen wir als „ Oldnaturfreaks“ dem allgemeinen Aufruf der Medien und bleiben weiterhin zuhause. Noch viele schöne Frühlingstage bei bleibender Gesundheit wünscht Ihnen herzlichst

Ihr Felix Ostermann

Text und Fotos : Felix Ostermann