Soeben erschienen: Dortmunder Vogelwelt 2025

Ganz aktuell erschienen ist der Bericht des NABU über die „Dortmunder Vogelwelt 2025“. Auf 44 Seiten werden Informationen zu allen 188 im letzten Jahr in Dortmund nachgewiesenen Vogelarten gegeben. Für viele Arten gibt es auch Fotos, Verbreitungskarten und Durchzugsdiagramme. Bearbeitet wurde er von Dr. Erich Kretzschmar, Dagmar Uttich, Guido Bennen, Benjamin Hamann-Tauber, Robin Kretzschmar und Jonah Winkler. 

Damit wird das 2019 erschienene umfangreiche Buch „Dortmund Vogelwelt“ (448 S.) auf den neuesten Stand gebracht. 

Der Bericht ist zum Selbstkostenpreis von 9,20 € beim NABU Dortmund und in der Postergalerie, Kampstraße 4 erhältlich.

Für den Bericht wurden mehr als 106.000 Meldungen von 143 Beobachter*innen ausgewertet, das sind beides neue Rekordzahlen. „Das spricht für eine hohe Beobachtungsintensität und -qualität“ stellt Vogelexperte Robin Kretzschmar fest. Deutschlandweit gehört Dortmund zu den fünf Gemeinden mit den meisten im Beobachtungsportal ornitho.de gemeldeten Vogelbeobachtungen.

Darunter war mit dem Seidensänger auch ein Erstnachweis. Zuvor war die Art in in Dortmund noch nicht nachgewiesen worden. „Seidensänger gehören sicherlich zu den Arten, die von der Klimaerwärmung profitieren“ erklärt Dr. Erich Kretzschmar. Die im Mittelmeerraum recht häufige Art hat sich in den letzten Jahren über die Niederlande bis nach Deutschland ausgebreitet. „Sicherlich wird der Bestand bei uns in den nächsten Jahren zunehmen.“

Auch viele sehr seltene Durchzügler finden sich in dem Bericht wieder, viele durch schöne Fotos belegt. Besonders bemerkenswert war der zweite Nachweis einer Kurzschnabelgans. Auch Seeadler, Löffler, Mornellregenpfeifer, Säbelschnäbler und Wiedehopfe konnten beobachtet werden.

Erfreulich positiv ist die Bestandsentwicklung der Sommergoldhähnchen: Es gab fast doppelt so viele Meldungen wie im Vorjahr und auch der Brutbestand dürfte deutlich angewachsen sein. Auch Kolbenenten und Weißstörche haben erneut in Dortmund gebrütet.

Leider gibt es aber auch viel Negatives zu berichten. Die Situation von Weidenmeise und Feldsperling ist noch schlimmer als im Vorjahr. Von beiden Arten gab keine Meldungen. „Wir müssen hier leider mit dem völligen Verschwinden in den nächsten Jahren rechnen“ bedauert Erich Kretzschmar. Damit folgen sie Arten wie Rebhuhn, Turteltaube oder Birkenzeisig, die alle in diesem Jahrtausend als Brutvögel in Dortmund ausgestorben sind.