Insektenhügel

Diese Biotopstruktur wurde von Brigitte geplant. Der grundsätzliche Gedanke hinter diesem Projekt ist die Verbesserung eines vorhandenen, bisher wenig bewachsenen Gartenteils hin zu einem Lebensraum für erdnistende Insektenarten wie zum Beispiel Wildbienen und Grabwespen. Die Definition für Biotop / Lebensraum besagt, dass hier die verschiedenen Lebensformen von Pflanzen und Tieren in Interaktion miteinander und mit den abiotischen Strukturen des Bereichs treten. Bereits bei der ersten Begehung des Gartens im Oktober 2024 ist dieser Teilbereich aufgefallen. Es handelt sich dabei um einen niedrigen Hügel im ansonsten ebenen 330 qm großen Garten. Dieser sicherlich vor Jahren aufgeschüttete Bereich mit dem hier standortüblichen Lösslehmboden hatte sich aber nun gesetzt und eine gefestigte Bodenstruktur entwickelt. Hier bot sich sofort die Option, offene Bodenstellen und Ministeilwände für erdnistende Insektenarten anzulegen; zu erweitern nur mit entsprechenden Wildpflanzen und natürlichen Baumaterialien wie Altholz / Totholz. Auf der sonnenexponierten Seite wurde die Trockenmauer mit auslaufender Kräuterspirale angegliedert. Eine kleine Wasserstelle in Form eines Mörtelkübels wurde integriert. Somit gibt es auch die Möglichkeit für die Insekten, nicht nur Baumaterial und Standorte für ihre Nistplätze zu finden, sondern auch das für jedes Lebewesen notwendige und hier leicht zugängliche Wasser.
Das Projekt wurde im April strukturiert und bepflanzt und bereits zu den Insektenzählungen im Juni / Juli waren hier Hotspots der Sichtungen.