Wildecke mit Totholzstapel

Auch dieses Projekt wurde in erster Linie von Brigitte koordiniert, da sie entsprechende Erfahrung in der Anlage von Garten-Biotopstrukturen hat. Eine wichtige Zielsetzung hier war es, nur mit im Garten anfallenden Materialien zu arbeiten. Dieser Bereich liegt im hinteren Gartenteil vor der späteren Zisternen- und Kompostfläche. Bisher gab es hier nur kurz gemähten Rasen ohne Gänseblümchen oder Klee.
Nun entstanden hier „wilde“ Strukturen und „haufenweise“ Lebensräume für diverse gartenbewohnende Wildtiere und Arthropoden. Obstgehölze werden im Frühjahr 2026 noch mit integriert. Verwendung fanden hier die bei der Umgestaltung des Gartens angefallenen Materialien wie Altholz, Rasensoden und Erdaushub. Hier entsteht nun eine Experimentalfläche mit selbstständigen insektenfreundlichen Blütenpflanzen. Gestaffelt ist die Fläche in zwei Ebenen und mit einem Totholzstapel im nördlichen Rücken als Wetterschutz. Nach Regentagen und somit tieffeuchtem Boden wurden standorttypische Initialpflanzungen gesetzt. Sie brauchten später nur in den ersten Tagen und bei heißen Temperaturen gegossen werden. Ihr genetisches Potenzial muss ausreichen, um das Wasser in der Tiefe zu finden.
Diese (Wild-)Pflanzen sollen sich auf dieser Fläche nahezu selbstständig weiterentwickeln können, d. h. aussamen bzw. über Wurzelausläufer neue Standorte innerhalb der zugewiesenen Fläche finden. Da hier im Garten die großen Pflanzenfresser fehlen, muss natürlich ab und zu händisch mit der Schere eingeschritten werden, sollte eine Pflanze zu viel des Raums für sich erobern. Die Pflanzen bleiben über Winter stehen und werden nur im Spätwinter z. T. geschnitten; gegossen werden sie nicht mehr.
Der vordere untere Bereich wird zum Teil Wiesenfläche bleiben. Auch hier gibt es Initialpflanzungen mit standorttypischen Blütenpflanzen wie Schafgarbe und Wiesenflockenblumen. Impfungen des jetzigen „Golf-“Rasens erfolgten mit Weißklee, Gänseblümchen und Kleinen Braunellen aus unseren eigenen Gärten. So kann sich hier auf dem Lösslehmboden hoffentlich in den kommenden Jahren eine in Dortmund typische Fettwiese mit zwei- bis dreimaligem Mahdrhythmus entwickeln.
Ein ausführlicher Bericht darüber erfolgte bereits Anfang Mai 2025 hier auf der Gartenwebseite.