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Gartenfeeling

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe NABUs und Naturliebhaber,

seit Tagen hat die Heckenbraunelle mit trällerndem Sologesang das künftige Frühlingskonzert unserer heimischen Singvögel eröffnet und die zunehmende Kraft der Sonne hat schnell das kurze Spätwinterintermezzo beendet. Alle Zeichen stehen nun auf den kommenden Frühling. Überall entsteht  neues Leben. Im Hausgarten balzen die bekannten Vogelarten. Die Grünfinken sind zurück und haben ihren gewohnten Nistplatz in der hohen Thuja aufgesucht. Amseln sind schon eifrig auf Futtersuche für ihren Nachwuchs. Erdkröten, Grasfrösche und Molche streben zum Gartenteich und wollen wie alljährlich dort ablaichen. Apropos Gartenteich: Hier schaut schon mal der unerwünschte Graureiher vorbei. Sein Augenmerk ist hauptsächlich auf die ankommenden Kröten und Frösche gerichtet. Doch da gibt es im Teich selbst noch einen  gefräßigen Killer. Nicht selten vernichtet er fast alles Leben darin. Es ist der bis zu 3,5 cm große Gelbbrandkäfer aus der Familie der fliegenden Schwimmkäfer. Am Tage in Verstecken kommt er nur zum Atmen kurz an die Wasseroberfläche. Der arge Räuber erbeutet u.a.im Teich kleine Wasserinsekten, Libellenlarven und Jungfrösche. Selbst ausgewachsenen Molchen stellt er nach. Dieser muss alljährlich entfernt werden, um künftiges Leben im Teich zu erhalten. Was die weitere Vogelwelt im Hausgarten anbetrifft, so geben sich fast täglich Eichelhäher, Ringel-und Hohltaube, Buntspecht sowie auch der Grünspecht vom nahen Wald ein Stelldichein. Der aufgestellte sogenannte „Vogeltreff„ mit ganzjährig artgerechter Zufütterung, lockt täglich Meisen, Kleiber Heckenbraunellen u.a an .Ein begehrter Futterplatz unserer heimischen Vogelarten - nicht nur zur Winterzeit. Auch unser stacheliger Gartenfreund hat seine Winterruhe beendet. Nach den Spuren seiner Hinterlassenschaften zu urteilen, sucht auch er seinen angestammten Futterplatz wieder auf. Für den Beobachter ist es immer wieder ein schönes Gefühl, eine Vielzahl von Tieren nach deren angepassten Bedürfnissen, im eigenen Garten Nahrung und ein Zuhause zu geben. Wie gewohnt, mögen die Fotos der Arten im Anhang des Berichtes dem Betrachter wieder der Selbstbestimmung und zur Entspannung dienen. Einen schönen Frühling mit  interessanten Beobachtungen und  ein farbenfrohes Osterfest in der Natur bei guter Gesundheit, wünscht Ihnen mit herzlichen Grüßen

Ihr Felix Ostermann

Text und Fotos : Felix Ostermann