Rundweg aus Holzhackschnitthäckseln

Für die Veränderung der Gartenstruktur wurde im Frühjahr 2025 zuerst ein neuer Rundweg durch den NABU-Ruhrgebietsgarten geplant und angelegt. Ein geschwungener Holzhackschnitthäckselweg soll die alte quadratische Wegeführung ersetzen und an allen geplanten Biotopstrukturen vorbeiführen, um dann vor der Gartenlaube als Ruhe- und Informationsstandort zu enden. Zuerst wurden daher die alten Rasenkantensteine und Wegesteine in dem vorderen Gartenbereich entnommen und für die Neuverwendung zwischengelagert. Danach konnte mit der Aushebung des ca. 40 cm tiefen Häckselweges begonnen werden. Für die Sicherung der neuen Wegekanten wurden die zuvor gelagerten Steine wiederverwendet. Sie wurden senkrecht nur bis zur Bodenkante gesetzt.

Die Füllung des Weges erfolgte mit dem Häckselschnitt der im Herbst 2024 entnommenen Gehölze aus dem eigenen Garten und aus gespendetem Gehölzschnitt der umliegenden Gärten. Allerdings reichte das gelagerte und gesammelte Totholz nicht, um den Weg aus eigenem Material ausreichend zu füllen. Bei einer hiesigen GaLa-Bau-Firma wurde eine zusätzliche Hackschnitthäcksellieferung organisiert. Die Firma hat im Spätwinter in Aplerbeck gearbeitet und den Häckselschnitt dann sofort zu uns an den KGV geliefert. Gemeinsam haben wir die 13 m³, die vor dem Geräteplatz des KGV angeschüttet worden waren, in den Garten transportiert und die Wege aufgefüllt. Die Seiten des Weges wurden abschließend umlaufend mit Totholzstämmen und Steinen eindeutig markiert, um die anliegenden Biotopstrukturen besser kenntlich zu machen.

Mit viel Freude wurde zum Abschluss des Arbeitstages Anfang April 2025 der neue Rundweg mit einem ersten gemeinsamen Spaziergang eingeweiht.

Dieser Holzhäckselweg ist eine Struktur, die gut zu begehen und zudem wasserdurchlässig ist. So kann das Regenwasser im Sinne des Schwammstadtprinzips im Garten gehalten und dem darunterliegenden Boden zugeführt werden, um dann langsam bis zum Grundwasserspiegel zu versickern. Die Federung ist so gut, dass der Boden darunter nicht verdichtet wird. Zusätzlich bieten die 40 cm Holzhäcksel für sehr viele totholzfressende Käferarten einen idealen Lebensraum mit ausreichender Tiefe, um nicht zertreten zu werden. Die ersten jungen Nashornkäferlarven ließen sich bereits nach einigen Wochen finden. Und im Mai/Juni 2026 auch adulte Tiere.