Die Biotopstruktur Trockenmauer

Natursteine als Wärmeinseln für Insekten und Reptilien

Mit der Trockenmauer an der Südseite des Insektenhügels ist eine Fläche für Trockenheit und Wärme liebende Stauden und Kleintiere (Reptilien, Insekten) geschaffen worden. Gebaut wurde sie aus regionalen Ruhrsandsteinen.

Nachdem die alten Bahnschwellen an der Südseite des Insektenhügels demontiert waren, konnte die entstandene Kuhle sofort mit kleinen Kieselsteinen als Drainage gefüllt werden. Danach erfolgte die Aufschichtung der Natursteine. Zielsetzung hierbei war es, nicht nur waagerechte Steinreihen zu bauen, sondern auch einen optischen Hingucker in Form eines senkrechten Steins zu setzen. Dieser wurde als erstes ausgesucht und an die höchste Stelle des dahinter liegenden Insektenhügels gesetzt und fixiert. Der Abstand zum Hügel war rund zwei Handbreit. Hier wurden nun kleine Steine, Kiesel und lehmige Erde angefüllt, um den Stein leicht nach hinten gelehnt festzustellen. Nachfolgend wurden beidseitig weitere Ruhrsandsteine mit leichter Neigung nach hinten zum Hügel geschichtet und mit Erde hinterfüllt. Die Mauertiefe liegt zwischen 40–50 cm und die Länge bei ca. 460 cm. Das entspricht den Maßen des Insektenhügels. Jeder Stein wurde einzeln ausgesucht und solange hin- und herbewegt, bis er sich fest ins Gefüge etabliert hatte. Damit wird die Standfestigkeit der Mauer gewährleistet. Trockensteinmauer heißt es ja deshalb, weil ohne Mörtel zum Verkleben gearbeitet wird. Zielsetzung bei dieser Bauart ist es, den Insekten und Spinnentieren Versteckmöglichkeiten, Nistplätze und Winterquartiere zu bieten. Im nächsten Arbeitsgang wurde die Erde direkt vor der Mauer gelockert und die Beetfläche dann mit dickem Totholz gegen den Holzhäckselweg abgegrenzt. Diesem Schritt folgten dann die ersten Pflanzungen mit Sempervivum- und Sedum-Arten innerhalb des Mauerbereichs sowie im vorderen Beetbereich mit Katzenminzen, Taubenskabiosen, Feld-Thymian u. a. Der Staudenphlox aus Gartenbestand war belassen worden. Er wird u. a. von Taubenschwänzchen als Nektarquelle genutzt.